Internationella kvinnodagen 8 mars 2022 – Kvinnor på flykt

Internationella kvinnodagen 8 mars 2022 – Kvinnor på flykt

Spendenaktion zum Weltfrauentag

Zum Weltfrauentag am 8. März unterstützen wir die Programme für Frauen auf der Flucht von UNHCR mit 1€ pro Bestellung. Die aktuelle Situation in der Ukraine beweist, wie schnell Flucht zum letzten Ausweg aus einer prekären Situation werden kann.

Frauen auf der Flucht

Kannst Du Dir vorstellen, Du musst Deine Heimat verlassen, gezwungen durch Krieg oder, weil Du einer Volksgruppe angehörst, die verfolgt wird? Vielleicht bist Du auch noch gerade schwanger oder hast Deine Kinder bei Dir? Wir sind betroffen davon, was Frauen auf der Flucht durchmachen müssen und unterstützen deshalb zum Weltfrauentag am 8.3. die Initiative Frauen auf der Flucht von UNHCR.

82,4 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, die meisten davon innerhalb ihres eigenen Heimatlandes. Die Hälfte davon sind Frauen und Mädchen. Die aktuelle Situation in der Ukraine führt uns drastisch vor Augen, wie schnell Flucht der letzte Ausweg aus einer prekären Lage werden kann, und das sogar in Europa. 68% der Vertriebenen stammen aus nur 5 Ländern: Syrien, Venezuela, Afghanistan, Südsudan, Myanmar. In vielen Fällen sind Frauen und Mädchen sogar diejenigen, die am stärksten betroffen sind. So waren beispielsweise 80% der Binnenvertriebenen in Afghanistan 2021 Frauen und Kinder.

85% der Flüchtlinge werden wiederum von Ländern mit geringem Einkommen aufgenommen. - Eine Tatsache, die Industrieländer leider nicht gerne anerkennen.

Wenn das eigene Leben bedroht ist und keine Aussicht auf eine bessere Zukunft für die Kinder besteht, bleibt vielen Frauen nur noch ein Ausweg: Die Flucht in ein anderes Land, oder sogar einen anderen Kontinent. Vielen wird schon vorher vom Paradies Europa, dem “Land der unbegrenzten Möglichkeiten” erzählt. Dort wäre alles besser für sie. Ja, man fände leicht Arbeit und könne sogar studieren. Dass die Realität leider anders aussieht und viele in Flüchtlingslagern wie Moria stranden - ohne Arbeitserlaubnis und ohne Perspektive - sagt ihnen niemand. Für viele endet der Aufbruch ins Gelobte Land leider in der Endstation Sklaverei und sexueller Ausbeutung.

Niemand entscheidet sich freiwillig zu flüchten: Verfolgung und/oder Bedrohung zwingen viele dazu, ihre Heimat zu verlassen und viel Geld, Zeit und Leid zu investieren.

Die Bedingungen auf der Flucht sind prekär:

Sexualisierte Gewalt, kein Schutz, keine hygienische Versorgung, oft tagelang kein Zugang zu Nahrung.

Die aktuelle COVID-19 Situation erschwert die Situation leider zusätzlich. Für Menschen, die bereits vor der Pandemie am Rand der Gesellschaft standen oder gefährdet waren, hat sich die Lage in den letzten zwei Jahren zugespitzt. So hat sich z.B. die Gewalt gegen flüchtende Frauen, nicht nur in ihren Heimatländern, verstärkt. Der Niedriglohnsektor sowie informellen Arbeitsbereiche sind durch die Pandemie oft völlig eingebrochen, dadurch haben viele Frauen ihre Lebensgrundlage verloren.

Auch die Armut nimmt mit der Corona Pandemie in vielen Ländern zu. Wo Armut steigt, steigen leider auch Zwangsheirat, Kinderarbeit und Menschenhandel. Viele Flüchtlingsmädchen weltweit mussten ihre Ausbildung abbrechen und stattdessen arbeiten.

Warum Frauen flüchten

Frauen werden grundsätzlich aus den gleichen Gründen wie Männer vertrieben: politisches Engagement, Glaube oder Zugehörigkeit zu einer spezifischen ethnischen oder sozialen Gruppe. Dazu kommen jedoch noch zusätzliche Gründe, die Männer nicht gleichermaßen betreffen.

Zu den frauenspezifische Fluchtgründe zählen z.B. sexuelle Ausbeutung, weibliche Genitalverstümmelung, Zwangsehen oder häusliche Gewalt.

Die Flucht selbst birgt für Frauen ebenfalls besondere Risiken. Viele sind in Begleitung ihrer Kinder unterwegs. Der Zugang zu Monatshygieneprodukten, Windeln und Co. ist leider oft problematisch. Schwangere und Kranke haben keinen Zugang zu ärztlicher Versorgung.

Hilfsorganisationen spielen in diesem Bereich eine ganz zentrale Rolle: Sie kümmern sich z.B. darum, dass auf der Flucht geborene Kinder auch Geburtsurkunden ausgestellt bekommen. UNHCR setzt sich auch dafür ein, dass Frauen ihre Staatsangehörigkeit an Kinder weitergeben können, damit es keine staatenlosen Kinder gibt und, dass auf frauenspezifische Bedürfnisse in Asylverfahren angemessen geachtet wird.

Trotz all dieser Hürden zeigen Frauen und Mädchen große Widerstandsfähigkeit, Erfindergeist und Mut bei der Bewältigung dieser Probleme. In vielen Fällen sind sie es, die die Kraft aufbringen nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das Leben ihrer Familie wieder aufzubauen.

UNHCR geht in allen Programmen gezielt auf die Bedürfnisse von Frauen ein. Dazu gehört die Bereitstellung sicherer Unterkünfte und getrennter sanitärer Einrichtungen. Darüber hinaus organisiert UNHCR Programme, die Frauen und Mädchen helfen sollen, Führungskompetenzen zu verbessern, Hindernisse bei der Bildung zu überwinden und Chancen zu nutzen.

Diese wichtige Arbeit von UNHCR möchten wir unterstützen. Und Du kannst es jetzt auch:

Mit unserer Aktion zum Weltfrauentag am 8.3. unterstützen wir die Programme für Frauen auf der Flucht mit € 1,- pro Bestellung.

Oder nutze das offizielle Spendenkonto von UNHCR, wenn Du direkt spenden möchtest:

UNHCR-Konto 0958 3600 300 bei der Bank Austria, BLZ 12000

IBAN: AT 3911 0000 95836 00300

BIC: BKAUATWW

Verwendungszweck: „Frauen auf der Flucht“

Foto by ©UNHCR_Roland Arnold